Wie Viele Autos Gibt Es In Deutschland

Wie Viele Autos Gibt Es In Deutschland; Es gibt eine besondere Hassliebe zwischen den Deutschen und ihren Autos. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat kürzlich einen umfassenden Bericht mit zahlreichen Zahlen zum Bestand veröffentlicht. Und diese sind nicht nur für Leute nützlich, die davon besessen sind, obskure Fakten zu finden.

Wie Viele Autos Gibt Es In Deutschland
Wie Viele Autos Gibt Es In Deutschland

Im Vergleich zum Vorjahresstichtag stieg die Zahl der Fahrzeuge in Deutschland um mehr als eine Million, zum Jahreswechsel 2020 waren dort rund 65,8 Millionen Fahrzeuge zugelassen (plus 1,6 Prozent). Diese wurden weiter unterteilt in ca. 58,2 Millionen Personenkraftwagen (auch Kraftfahrzeuge genannt) und knapp 7,7 Millionen Fahrzeuganhänger.

Beschränkt man den Blick nur auf Personen

Die rechtmäßig einen Führerschein besitzen, also zum Führen eines Kraftfahrzeugs berechtigt sind, ergibt sich ein neues Bild. Schätzungsweise 57,7 Millionen Menschen in Deutschland sind im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Zum Vergleich: Auf jeden Inhaber eines gültigen Führerscheins kommen etwa 1,2 zugelassene Fahrzeuge. Rechnet man die rund acht Millionen Anhänger heraus, kommt auf jeden Inhaber eines Führerscheins ein zugelassenes Fahrzeug.

Doch schauen wir uns die Bestandsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für das Jahr 2021 etwas genauer an. Zum Jahresauftakt 2022 waren 67,7 Millionen Fahrzeuge im Bestand, das heißt ein Plus von 850.000 Fahrzeugen (+1,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtbestand an Fahrzeugen umfasst rund 59,6 Millionen Pkw (auch als Kraftfahrzeuge bezeichnet) und fast 8,1 Millionen Anhänger für verschiedene Fahrzeugtypen.

Volkswagen ist das Unternehmen, das die meisten Autos zum Start hat.
Das Volkswagen Logo ist auf den meisten Pkw in Deutschland zu finden. Wir sprechen von 10.178.655 Fahrzeugen und einem Marktanteil von 21 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Mercedes-Benz, Opel, Ford, BMW und Audi komplettieren die restlichen Plätze. Die Marke Tesla verzeichnete mit 930 Prozent den deutlichsten Anstieg.

Skoda war die Importmarke mit den meisten Pkw-Zulassungen zum 1. Januar 2022 mit einem Anteil von 5,2 Prozent (+3,9 Prozent), gefolgt von Renault mit 3,6 Prozent trotz leichtem Marktanteilsverlust. Dies war die gleiche Position, die Skoda aus dem Vorjahr innehatte (-1,1 Prozent). Sowohl Hyundai als auch Seat hatten einen Marktanteil von 2,9 Prozent, was einem Plus von +4,4 bzw. +5,0 Prozent entspricht.

Pkw waren erneut die beliebteste Fahrzeuggattung mit einem Gesamtabsatz von 47.715.977 Einheiten, was einem Plus von 1,3 Prozent entspricht. Zu den beliebtesten Marken aus Deutschland gehörten Volkswagen (21,1 Prozent), Mercedes (9,4 Prozent), Opel (9,1 Prozent), Ford (7,3 Prozent), BMW (6,9 Prozent) und Audi (6,8 Prozent).

Die Importmarke mit den meisten Pkw-Zulassungen war am 1. Januar 2020 Skoda mit einem Anteil von 4,8 Prozent (plus 5,9 Prozent), gefolgt von Renault mit einem Anteil von 3,7 Prozent leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, sowie Hyundai und Toyota, die jeweils einen Anteil von 2,7 Prozent hatten.

Immer mehr Sport Utility Vehicles

Zum Jahresauftakt 2019 verzeichnete der Markt für SUVs mit einem Plus von 19,8 Prozent die größte Wachstumsrate gemessen an der Zahl der zugelassenen Pkw. Es folgten der Markt für Reisemobile mit einem Plus von 10,6 Prozent und der Markt für Geländewagen mit einem Plus von 8,1 Prozent. (Wichtig ist der Hinweis, dass das KBA nicht ganz so eindeutig zwischen SUV und Geländewagen unterscheidet.)

Am stärksten vertreten war die Kompaktklasse mit 25,1 % aller verkauften Fahrzeuge, gefolgt von der Kleinwagenklasse mit 18,7 % Marktanteil und der Mittelklasse mit 13,2 % Marktanteil.

Die am häufigsten in Autos verwendeten Kraftstoffarten waren Benzin (65,9 Prozent) bzw. Diesel (31,7 Prozent). Dies zeigt, dass die Verteilung seit Beginn des Prozesses ihr typisches Niveau von zwei Drittel bis ein Drittel erreicht hat.

Plus für E-Autos

Bei den alternativen Antriebsarten war erneut ein deutliches Wachstum bei Elektro- (plus 64,3 Prozent) und Hybrid- (plus 58,0 Prozent) Fahrzeugen zu verzeichnen. Der Anteil der Plug-in-Elektrofahrzeuge stieg von 0,2 Prozent (83.175) auf 0,3 Prozent (136.617), der Anteil der Hybridfahrzeuge stieg von 0,7 Prozent (341.411) auf 1,1 Prozent (539.383). Die Zahl der Plug-in-Hybridfahrzeuge stieg im Jahresverlauf von 66.997 auf 102.175 (plus 52,5 Prozent). Ihr bisheriger Anteil von 0,1 Prozent liegt nun bei 0,2 Prozent.

Pkw mit Erdgasantrieb (82.198, plus 1,8 Prozent) wurden mit einem Anteil von 0,2 Prozent zugelassen, mit Autogas betriebene Pkw (371.472, Rückgang um 6,1 Prozent) hatte einen Anteil von 0,8 Prozent. Die Zahl der mit Wasserstoff betriebenen Pkw stieg von 374 am 1. Januar 2019 auf aktuell 507 im Markt befindliche Pkw (plus 35,6 Prozent).

Die Zahl der Pkw der aktuell besten Schadstoffklasse Euro 6 stieg um 24,5 Prozent auf rund 15,4 Millionen Einheiten. Davon erfüllten bereits 89.019 Einheiten die Euro-6d-Norm und 3.526.861 Fahrzeuge die Euro-6d-Temp-Norm. Damit stieg der Anteil der Pkw mit Euro-6-Zertifizierung auf 32,3 % und stellte damit erstmals den höchsten Anteil. Der Pkw-Anteil mit den Schadstoffklassen Euro 4 und 5 sank auf 25,9 Prozent (minus 7,4 Prozent), der Pkw-Anteil mit diesen Klassen auf 25,8 Prozent (minus 3,6 Prozent).

Autos werden älter

Das Durchschnittsalter der Pkw, die am 1. Januar 2020 zugelassen wurden, war etwas höher als im Vorjahr. Es sollte nicht überraschen, dass dies für die verbesserte Haltbarkeit moderner Automobile bürgt. Am 1. Januar 2020 betrug sie 9,6 Jahre, im Vorjahr waren es 9,5 Jahre gewesen. Stichwort H-Kennzeichen: Auf insgesamt 857.039 Einheiten stieg die Zahl der über 30 Jahre alten Autos um rund 100.000 (plus 13,3 Prozent).

Es gab 42,5 Millionen Autos, die auf Privatpersonen zugelassen waren, was 89 % der Gesamtzahl ausmacht (darunter 34,2 Prozent weibliche Besitzer). Die Zahl der gewerblichen Halter erreichte 11,0 Prozent, was einer Steigerung von 3,2 Prozent gegenüber zuvor entspricht. Die Zahl der im Handel verkauften Kraftfahrzeuge stieg um 2,5 % auf 480.243 Einheiten. Insgesamt wurden 278.547 Fahrzeuge zu Vermietungszwecken zugelassen. In diesem Bereich gab es ein Plus von 8,9 Prozent.

Die Verwendung von Oldtimer-Blech ist nach wie vor beliebt, wie die Tatsache belegt, dass zum 1. Januar 2020 595.046 Oldtimer (ein Plus von 10,9 %) mit oder ohne H-Kennzeichen zugelassen waren. Dazu kamen insgesamt 2.488.155 Saisonkennzeichen, was einer Steigerung von 2,3 % entspricht. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren 202.996 Fahrzeuge mit E-Kennzeichen zugelassen (plus 79,9 Prozent).

Die Gesamtzahl der zugelassenen Nutzfahrzeuge stieg um 2,9 Prozent auf rund 5,9 Millionen. Die Gesamtmenge der Motorräder, die Motorräder und ähnliche Fahrzeuge umfasst, erreichte 4,5 Millionen (plus 1,5 Prozent). Frauen waren die registrierten Besitzer von fast 600.000 Motorrädern (13,2 Prozent der Gesamtzahl).

Die meisten Kraftfahrzeuge wurden in den bevölkerungsreichsten Bundesländern Nordrhein-Westfalen mit knapp 12,1 Millionen (plus 1,6 Prozent) zugelassen, gefolgt von Bayern mit rund 10,3 Millionen (plus 1,7 Prozent) und Baden-Württemberg mit rund 8,2 Millionen (plus 1,7 Prozent) (plus 1,6 Prozent).

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