Caspar Einem Todesursache

Caspar Einem Todesursache ; Caspar Einem, ehemaliger Abgeordneter der SPÖ, ist gestorben. Nach der Jahrhundertwende war Einem Innen- und Wissenschaftsminister im damals regierenden Kabinett von Altkanzler Franz Vranitzky (SPÖ). Ein Artikel, der am Donnerstag im „Standard“ erschienen ist, besagt, dass er im Alter von 73 Jahren plötzlich gestorben ist. Obwohl Einem seine Frau verloren hat, ist er immer noch Vater eines Kindes.

Vor wenigen Tagen sprach Einem beim Alpbacher Forum, wo er lange Zeit Vizepräsident war. Früher dachten die Leute in der SPO, jemand, der wirklich aus einer bürgerlichen Familie stammte, sei ein Paradelinker. 1994 wurde er erstmals einem breiteren Publikum vorgestellt. Zu dieser Zeit war er unter anderem als Staatssekretär tätig.

Caspar Einem Todesursache
Caspar Einem Todesursache

Als Innenminister hatte er mit vielen Problemen zu kämpfen.

Doch als Einem im April 1995 Innenminister wurde, ging es schief. Das war der Beginn der unsicheren Zeit. Machtkämpfe mit der Regierung und der von Franz Fuchs angeführte Briefbombenterror waren zwei der wichtigsten Ereignisse dieser Zeit. 1997 wechselte Einem in die Abteilung Wissenschaft und Verkehr, die er bis Anfang 2000 leitete. Karl Schlogl, der ihm nachfolgte, war es, der damals seine Verhaftung niederschrieb.

Nach seinem Ausscheiden aus der Großen Koalition zog er ins Parlament, wo er unter anderem Europasprecher des SPÖ-Klubs war. 2007 verließ Einem die Politik nach langer Amtszeit endgültig. Er trat damals in den Verwaltungsrat des Charterflugunternehmens Jetalliance AG ein und ist seitdem dort. Vor seinem Wechsel in die Politik war der Jurist unter anderem für die OMV in der Gasbranche tätig. Zudem war er aktives Mitglied des Verwaltungsrates der Austro Control.

Die “braunen Bereiche” wurden bearbeitet, was gut ist.

Einem war zeitweise Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Akademiker (BSA). Während dieser Zeit erhielt er Lob dafür, die Geschichte der Gruppe geschrieben zu haben. Einer von ihnen ergriff die Initiative, sich mit den „braunen Flecken“ zu befassen, die oft als Einstellung ehemaliger NSDAP-Mitglieder durch die Organisation bezeichnet werden.

Über Parteipolitik hat sich Einem in den vergangenen Jahren kaum geäußert, obwohl er einst der Lieblingskandidat der Linken für die Nachfolge von Viktor Klima war. Andererseits war er mit dem Abschneiden der Bundespartei nicht sehr zufrieden. In einem Interview mit der Vorsitzenden Pamela Rendi-Wagner in diesem Jahr sagte er: “Sie hätten nicht von einem SPO-Funktionär zum Parteisprecher wechseln sollen.”

Die SPO sagte: “Er wird niemals vergessen werden.”

Bundespräsident Alexander Van der Bellen sagte am Freitag der Welt, er bedauere sehr, von Einems Tod zu hören. „Als ich vorgestern die traurige Nachricht vom Tod von Caspar Einem erhalten habe, hat mich das sehr getroffen Bundespräsident.“ In erster Linie war er während seiner Tätigkeit für das Land Innen-, Verkehrs- und Wissenschaftsminister: „Er hat sich bis zu seinem Tod den Bereichen Forschung und Bildung verschrieben. So war er beispielsweise Vizepräsident des IHS. Van der Bellen sagte: „Mein tiefstes Beileid gilt seiner Familie und seinen Lieben in dieser schweren Zeit.“

Als Reaktion auf die Nachricht sagte SPO-Chef Rendi-Wagner in einer Erklärung: „Man trauert um einen brillanten Denker und Sozialdemokraten, einen ehrlichen Verfechter von Bildung und Wissenschaft.“ Viele Menschen wurden durch die Taten einer Person inspiriert. Michael Ludwig, Bürgermeister von Wien (SPÖ), sagte über Einem: „Er wird unvergessen bleiben. Er war ein bekannter Antifaschist und ein mutiger Kämpfer gegen den Rechtsextremismus.“

Beileid an die Angehörigen

Werner Kogler von den Grünen, Vizekanzler, sagte, Einem sei ein “kritischer Denker”. Einem versuchte, seine Träume zu verwirklichen, auch wenn andere versuchten, ihn daran zu hindern. Beate Meinl-Reisinger, die NEOS-Chefin ist, sprach zusammen mit mehreren anderen SPÖ-Abgeordneten einem soeben verstorbenen Familienmitglied ihr Beileid aus.

In einer schweren Zeit für die Republik leitete Einem das Ressort. Das teilte Innenminister Karl Nehammer (OVP) im Rundfunk mit, Einem habe der Republik gedient. Während eines zwanglosen Gesprächs, das sie im Jahr zuvor geführt hatten, konnte er etwas über sein breites Wissen über Sicherheitsrichtlinien erfahren und sein enormes Fachwissen respektieren.

Noch bevor der Attentäter Franz Fuchs gefasst wurde, dessen Taten seine Amtszeit prägen sollten, wechselte er das Ministerium. Was Fuchs tat, machte einen großen Unterschied. Bis zum Ende der von ihm geführten “Großen Koalition” war er für Verkehrs- und Wissenschaftsprojekte zuständig. Beides sollte ihm bis zum Ende seiner Karriere erhalten bleiben. Nach langer Zeit im Nationalrat, wo er viele EU-Pläne verantwortete, verließ er 2007 die Politik und trat in den Vorstand der Charterfluggesellschaft „Jetalliance AG“ ein. Auch Einem war ein sehr aktives Mitglied der Gruppe, die Austro Control leitete.

Caspar Einem Todesursache

Auch die wissenschaftliche Neugier blieb erhalten. Als Vorsitzender des Sozialdemokratischen Akademikerbundes, den er rund sechs Jahre lang innehatte, war eines seiner Hauptziele, “braune Flecken” zu finden. Er war Vizepräsident des meist von bürgerlichen Politikern geführten “Forum Alpbach”. Auch für das IHS waren seine Fähigkeiten sehr wichtig.

Einer polarisiert

Obwohl die meisten seiner Äußerungen wohlüberlegt und mit zur Seite gedrehtem Kopf gemacht wurden, konnte er aufgrund seiner Polarisierung keine wirklich wichtige politische Karriere machen. Als Kandidat der „Linken“ hatte Viktor Klima etwa so große Chancen auf das Präsidentenamt wie Karl Schlögl, der als Kandidat der „Rechten“ kandidierte.

Einem vermied den politischen Zwischenruf, nachdem er gegangen war. Andererseits war er mit dem Abschneiden der Bundespartei nicht sehr zufrieden. In einem Interview mit der Vorsitzenden Pamela Rendi-Wagner in diesem Jahr sagte er: “Sie hätten nicht von einem SPO-Funktionär zum Parteisprecher wechseln sollen.” In einem Anfang dieses Jahres erschienenen Buch hat er viele seiner Gedanken und Ideen niedergeschrieben.

Ein brillanter Denker und Sozialdemokrat“

Rendi-Wagner nannte ihn am Donnerstagabend „einen brillanten Denker und Sozialdemokraten, einen ehrlichen Kämpfer für Bildung und Wissenschaft“. Sie sagte, wir seien traurig, weil wir “einen großen Denker und Sozialdemokraten” verloren haben. Michael Ludwig (SPÖ), Bürgermeister von Wien, sagte über Einem: „Er wird unvergessen bleiben. Er war ein starker Gegner des Faschismus.“ Wiener Gemeinderat Peter Hacker lobte Einems Engagement für „lebendige Erinnerung und Erinnerungsarbeit“.

In Kärnten wurde der Schmerz, den Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) empfindet, öffentlich gemacht. Als sie sich trafen, hatte er gerade mit Einem gesprochen, der “konsequent auf das Ziel einer besseren Gesellschaft hinarbeitete”. Der von Andreas Mailath-Pokorny geleitete Sozialdemokratische Akademikerbund bezeichnete Einem als „den bedeutendsten Intellektuellen, Vordenker und Politiker mit Mut zur Haltung und Vision“.

Aber Führer anderer Parteien wie Werner Kogler, Vizekanzler der Grünen, und Beate Meinl-Reisinger, Vorsitzende der Neos, respektierten seine Arbeit und sagten seiner Familie, dass es ihnen leid täte. Bei einem persönlichen Gespräch mit Bundesinnenminister Karl Nehammer (OVP) aus dem Vorjahr konnte sich Nehammer über das umfangreiche sicherheitspolitische Wissen und Verständnis von Einem informieren und einschätzen. Das sagte der Innenminister am Abend. Nationalratschef Wolfgang Sobotka (OVP) sagte, er sehe in Einem “eine Größe österreichischer Innenpolitik”. Er hatte eine großartige Persönlichkeit und konnte etwas Wichtiges für sein Land tun, obwohl es eine Zeit politischer Turbulenzen war.

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