Rita süssmuth biografie

Deutsche Politikerin Rita Süssmuth (geb. Rita Kickuth; [ita z:smut]; CDU) (CDU). Sie war die zehnte Präsidentin des Deutschen Bundestages.

Sie war von 1988 bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestages, nachdem sie zuvor von 1985 bis 1988 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit (ab 1986 Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit) war Die Wahlperiode im Bundestag war die drittlängste überhaupt. Nur Norbert Lammert und Eugen Gerstenmaier dienten länger.

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Süssmuth war neben ihrem politischen Engagement und ihrem Dienst als Präsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland (1994-1998) Mitglied im Beirat und Kuratorium der Bertelsmann Stiftung. (1997–2007).

Frühes Leben und Ausbildung

Als Kind war Süssmuth in Wadersloh zu Hause. 1956 Abitur am Emsland-Gymnasium in Rheine, anschließend Studium der Romanistik und Geschichte an den Universitäten Münster, Tübingen und Paris, Erstes Staatsexamen für das Lehramt am 20.07. 1961. Es folgte eine Reihe von Aufbaustudiengängen in Pädagogik, Soziologie und Psychologie.

Danach ging sie an die Universität Münster und promovierte phil. 1964. Es trug den Titel „Studien zur Anthropologie des Kindes in der französischen Literatur der Gegenwart“, was übersetzt „Studien zur Anthropologie des Kindes in der zeitgenössischen französischen Literatur“ bedeutet.

Süssmuth promovierte zum Dr. 1964 an der Universität Münster. Zwischen 1966 und 1982 lehrte sie an der Universität Dortmund, der Ruhr-Universität und ihren Vorläufern.

Karriere

Frühe Karriere

Bevor sie 1966 Lehrbeauftragte an der Pädagogischen Hochschule Ruhr wurde, war Süssmuth von 1963 bis 1966 als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Stuttgart und Osnabrück tätig. Von 1969 bis 1982 war sie Professorin für Internationale Vergleichende Pädagogik an der Ruhr-Universität Bochum.

Die Pädagogische Hochschule Ruhr stellte Süssmuth 1971 als Professorin für Erziehungswissenschaft ein. 1973 an die Universität Dortmund berufen, immatrikulierte sie sich schließlich dort. Ebenfalls ab 1971 war sie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesfamilienministeriums.

Süssmuth leitete von 1982 bis 1985 das Institut Frau und Gesellschaft in Hannover. Während ihrer aktiven Politikertätigkeit hielt sie mehrere Tage Vorlesungen an der Universität Göttingen.

Politische Karriere

In den Jahren 1985–1988 war Süssmuth Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von Bundeskanzler Helmut Kohl. Gemeinsam mit Lothar Späth, Heiner Geißler, Kurt Biedenkopf und anderen versuchte sie Ende 1989, Kohl als CDU-Vorsitzenden abzusetzen.

Nach ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag 1987 gehörte Süssmuth diesem bis 2002 an. Über die Landesliste der CDU Niedersachsen zog sie 1998 erstmals in den Bundestag ein, nachdem sie bei den Bundestagswahlen 1987, 1990 und 1990 das Direktmandat im Wahlkreis Göttingen gewonnen hatte 1994.

Der ehemalige Bundestagspräsident Philipp Jenninger trat 1988 zurück und machte Süssmuth zum 10. Bundestagspräsidenten. Sie behielt ihr Amt bis 1998, als die SPD im Bundestag die Mehrheit errang.

In ihrer Amtszeit wurde Deutschland als ein Land wiedervereinigt. Im Dezember 1989 forderte Süssmuth eine gemeinsame Erklärung beider deutscher Staaten zur Anerkennung der polnischen Westgrenze.

Süssmuth war in ihrer Partei sehr einflussreich, weil sie von 1986 bis 2001 die Frauen-Union (CDU-Frauengruppe) als Präsidentin leitete. 

Politische Positionen

Süssmuth setzt sich für die demokratische Reform der Vereinten Nationen ein und ist Mitglied einer Organisation namens Campaign for the Establishment of a United Nations Parliamentary Assembly (Kampagne zur Errichtung einer Parlamentarischen Versammlung der Vereinten Nationen).

Armin Laschet wird bei der anstehenden Wahl zum Parteivorsitz der CDU, die 2021 stattfindet, von Süssmuth unterstützt. Annegret Kramp-Karrenbauer tritt von ihrem Amt als Parteivorsitzende zurück.

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Leben nach der Politik

Otto Schily, Bundesinnenminister Deutschlands, ernannte Otto Süssmuth im September 2000 zum Leiter einer hochkarätigen überparteilichen Kommission zur Überarbeitung der deutschen Einwanderungsgesetze. Das Ziel der Kommission war es Schaffung eines übergreifenden Rahmens für die vorgeschlagene neue Einwanderungsgesetzgebung. 

Die Ergebnisse des Komitees wurden der Öffentlichkeit im Juli 2001 in Form eines 323-seitigen Berichts mit dem Titel „Crafting Immigration – Promoting Integration“ veröffentlicht. Auf Deutsch lautet der Titel des Berichts “Zuwanderung gestalten – Integration fordern”.

Süssmuth trat 2002 der Limbach Kommission bei, einer Organisation, die als Schlichter bei Streitigkeiten über Raubkunst in der NS-Zeit fungiert. Süssmuth wurde am 6. September 2005 das Amt des Präsidenten der staatlich anerkannten Berliner OTA Privathochschule (OTA Hochschule), heute SRH Hochschule Berlin, übertragen. Im Januar 2010 wurde Peter Eichhorn zu ihrem Nachfolger ernannt.

Nach seinem Ausscheiden aus der Politik engagierte sich Süssmuth in einer Vielzahl von karitativen und wirtschaftlichen Bemühungen, von denen einige im Folgenden aufgeführt sind:

  • Ko-Vorsitzende der Hochrangigen Kommission für HIV-Prävention unter UNAIDS (seit 2010)
  • Vorsitzende des Kuratoriums der Technischen Universität Berlin (seit 2010)
  • Mitglied des Strategischen Rates im Namen des European Policy Centre (EPC)
  • Kommissionsmitglied der Global Commission on International Migration (2003–2005)
  • Mitglied des Kuratoriums des Migration Policy Institute (auch bekannt als MPI)
  • Mitglied des Kuratoriums der Heinz Galinski Stiftung
  • Deutsche Initiative für den Nahen Osten (DINO), Mitglied des Kuratoriums
  • Gegen Vergessen – Für Demokratie, Genshagener Kreis, der sowohl Mitglied des Kuratoriums als auch Vorsitzender des Beirats ist
  • Mitglied des Beirats im Auftrag der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
  • Mitglied des Beirats der Til Schweiger Stiftung
  • Teilnehmer an der Initiative Total E-Quality und Treuhänder der Organisation
  • Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft der Vereinten Nationen (DGVN)
  • Mitglied des Kuratoriums der Bertelsmann Stiftung (1997–2015)
  • In seiner Funktion als Mitglied des Beirats der EnBW (2004–2009)
  • Verdientes Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)
  • TDU-Hochschulkonsortium, Präsident

Süssmuth ist auch Mitglied des European Council on Tolerance and Reconciliation, der 2008 mit dem Ziel gegründet wurde, Toleranz in ganz Europa zu überwachen und Empfehlungen für europäische Regierungen und internationale Organisationen zur Bekämpfung von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit auszuarbeiten.

2018 erhielt Süssmuth die Möglichkeit, an der Mercator-Gastprofessur für Politikmanagement an der NRW School of Governance der Universität Essen-Duisburg zu lehren.

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